Die ‚Anciens Jeunes’ auf Tour

Am Freitag, den 31.07.2009, trafen sich 14 Ancien Jeunes sowie 2 von deren Kindern um 10.30h auf dem Fouesnantplatz, um den Besuch der französischen Freunde mit einer Sch’ti-Tour (tour de Ch’ti) zu kombinieren. Die Idee war der Gruppe gekommen, als sie sich gemeinsam den Kino-Hit „Willkommen bei den Sch’tis“ angeschaut hatten. Alle waren begeistert, die Orte in Flandern zu besuchen, in denen der Film spielt: Bergues, Dünkirchen, Lille. Leider konnten nicht alle mitkommen, so dass letztlich Martina Bergner, Petra & Heino Brangs, Gabi & Reiner & Eva Pricken, Ramona & Günter Rosenow, Leonie Schumeckers, Renate & Hans Peter & Annika Sparla, Sabine & Norbert Vogt sowie Claudia & Helmut von Hagen durch Coco und Jo Cornelissen, Hildegard Geerts, Dirk Banse und Familie Ligen als Verabschiedungskomitee pünktlich auf den Weg geschickt wurden.

Verabschiedungskomitee

Verabschiedungskomitee

Am späten Mittag traf sich die Gruppe im belgischen Grenzstädtchen Mons wieder, wo sie in einer Brasserie am schönen alten Rathausplatz eine kleine Stärkung für den weiteren Weg einnahm.

Gegen 18h fanden sich alle in Bergues ein, wo im Traditionshotel ‚Le Tonnelier’ die Zimmer gebucht waren. Hier gab es dann die erste Bekanntschaft mit der speziellen deftigen flämischen Küche, bei der natürlich der berüchtigte Maroilles-Käse (in der Sauce) nicht fehlen durfte. Der anschließende Verdauungsspaziergang wurde auf der Terrasse einer urigen Dorfkneipe beendet.

Der Samstag war ganz den Sch’tis gewidmet. Nach dem Frühstück wurde zunächst eine Stadtrundfahrt mit einer historischen Tram gemacht. Da die Gruppe einen Waggon für sich alleine hatte, wurde dies wieder eine sehr lustige Angelegenheit. Am frühen Nachmittag ging es zu einer echten Tour de Ch’ti, bei der ein als Postbote getarnter Führer alle Locations vorstellte, die im Film zu sehen waren.

Abends starteten alle hungrig in Richtung Lille, denn dort wartete ein Menue terroir genau in dem Lokal, wo im Film eine Schlüsselszene für das Lernen des flämischen Akzents spielt. Das Essen im ‚Chez Morel’ konnte zwar nicht alle in der Gruppe völlig glücklich machen, aber dies wurde durch den Besuch der Altstadt von Lille mit den mondänen Häusern aus der Belle Epoque und dem schönen Beffroi gut kompensiert. In einer am Rand der Altstadt liegenden Straße voller Szenekneipen wurde der Abend zum feuchten Abschluss gebracht.

Der Sonntag sollte ein Strandtag in Dünkirchen sein, und planmäßig spielte auch das Wetter mit. Alle konnten sich mit ihren Badesachen auf den feinen Sandstrand von Malo les Bains legen, in der gar nicht so kalten Nordsee baden oder in Cafes auf der Promenade chillen. Am frühen Abend war ein echtes kulinarisches Highlight angesagt. Dank der Unterstützung von Babette Ligen waren Tische beim ‚Roi de la Moule’ reserviert worden, wo man mit Blick auf die im Meer untergehende Sonne maritime Delikatessen wie Muscheln, Fischplatten und appetitliche Nierchen genießen konnte. Auch am Sonntag durfte der schon traditionelle Absacker nicht fehlen. Er musste allerdings wegen des flämischen Extreme-Kneipen-Dichtmachings auf der Straße VOR dem Hotel in Bergues stattfinden. Dies tat allerdings der Trink- und Blödelfreude keinen Abbruch, denn es gab genügend Plastikbecher, Wein, Calvados und Stichpimpuli *schüttel*. Am Montagmorgen stand zwar die Abreise aus Bergues auf dem Plan, aber zunächst ging es noch einmal auf den großen Platz am Rathaus und Beffroi, weil dort Wochenmarkt war und aus diesem Anlass auch der Clarionneur live auf die Glockenhebel haut. Viele nutzten die Gelegenheit für Souvenirkäufe und das Sammeln von interessanten Impressionen. Die Fahrt der 6 PKW zur nächsten gemeinsamen Hotelübernachtung wurde individuell gestaltet, wobei sich aber Viele ein paar Kilometer Küstenstraße gönnten. Der Anblick einiger Klassiker wie Cote d’Opale, die Cliffs of Dover, Etretat und die Soldatenfriedhöfe ist schon sehr beeindruckend.

Letztlich waren alle am späten Nachmittag im Hotel ‚Les Cascades’ in Honfleur. Hier traf man nach der etwas behäbigen Ruhe in Flandern auf den touristischen Rummel eines wunderschönen alten Hafenstädtchens. Auch hier hatte sich die Hotelauswahl als echter Glücksgriff erwiesen, denn das einfache, aber sehr charmante Haus lag mitten im Zentrum des Geschehens und ganz nah beim malerischen Hafen. Hier konnte man mit Heerscharen von Touristen durch enge Gässchen bummeln oder auf einem antiken Karussell fahren. Das gemeinsame Abendessen war einmal mehr ein kulinarischer Volltreffer und gipfelte in einer improvisierten spontanen Calvadosverkostung, die ohne Ausschankkonzession diskret unter den Restauranttischen vorgenommen wurde. So erreichte der Stimmungs- und Stimmenpegel sehr rasch rekordverdächtige Werte, während eine Etage darüber ein malader Reiseleiter neidisch in sein Kissen biss.

Dafür war er am nächsten Morgen wieder einigermaßen fit, während nun eine einzelne Dame aufgrund des üppigen Genusses von Meeres- und Apfelprodukten ziemlich derangiert war. Dennoch traten alle die Weiterfahrt in freudiger Erwartung des eigentlichen Ziels der Reise an: den Besuch der lieben Freunde in Fouesnant. Diese erwarteten die deutsche Gruppe 18.00h im ‚La Terrasse’ am Place de la Mairie und tatsächlich trafen alle auch pünktlich ein. Nach der ausgiebigen Begrüßungsküsserei fuhren alle in die Quartiere der Gastgeber. Die nächsten Tage standen dann ganz im Zeichen der Planungen der bretonischen Freunde, insbesondere der Überfahrt nach Les Glenan, des Geburtstagsdiners für Eric, des Ball populaire und der großen Geburtstagsparty bei Ligen.

Inzwischen sind alle wieder wohlbehalten, glücklich, bestens erholt, voll toller Eindrücke, dankbar für so viel Gastfreundschaft und mit breitem Dauerlächeln im Gesicht in Meerbusch angekommen.

(ein Bericht von Helmut von Hagen h.v.hagen@t-online.de)

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